Stiff-Person Vereinigung



D. S. aus H.

lch bin Jahrgang 1953 und lebe im nördlichen Rheinlandpfalz.

Die großen Schwierigkeiten begannen 2014. lch konnte nur noch in Wellenlinien gehen und hatte Angstzustände. Ein freier Gang, ohne das mich meine Frau an der Hand festhielt, war unmöglich. Bereits Jahre vorher begann eine große Schreckhaftigkeit, nachts kam es zu starken Schweißausbrüchen und Zuckungen in den Beinen - jedoch war es am schlimmsten, dass ich ständig und ohne Grund hinfiel.

2014 wurde ich zum Neurologen überwiesen.

Es kam zu den üblichen Untersuchungen wie Hirnstrommessungen, CT usw.. Die erste Diagnose lautete Parkinson im mittleren bis schweren Stadium. Daraufhin wurde ich krankgeschrieben.

Wichtig: Mir wurde von Anfang an Krankengymnastik verordnet.

Die monatelange Einnahme von Parkinsonmitteln zeigte keine Wirkung.

2015: MRT zur Überprüfung von Schädel, Hals- und Brustwirbelsäule. Der Neurologe glaubte nicht mehr an die zunächst gestellte Diagnose Parkinson. lch wurde in die Bewegungsambulanz der UNI-Klinik Köln zur Voruntersuchung überwiesen. Bevor ich stationär in der UNI-Klinik aufgenommen wurde, musste ich einen DaTSCAN machen lassen, um das Parkinsonsyndrom ausschließen zu können. Ergebnis: kein Parkinson.

lch habe die ganze Zeit weiter Krankengymnastik gemacht.

Das Ergebnis der stationären Aufnahme in der UNI-Klinik Köln: SPS. Mir wurde ein Mittel verschrieben, welches ich jedoch ablehnte, weil es mir durch die Krankengymnastik schon besser ging.

Die Physiotherapeutinnen haben mir im Laufe der Monate wieder sicheres Gehen, Stehen, Drehen und nach oben schauen, was ich vorher nicht konnte, wiedergegeben.

Ende 2016 wurde ein erneutes MRT vom Schädel durchgeführt, mit dem Ergebnis, das es keinen Unterschied zur vorherigen Messung gab. Der Neurologe sagte, dass ich nur wiederkommen bräuchte, wenn ich Verschlechterungen verspüren würde.

Fazit: Die Physiotherapeutinnen haben ganze Arbeit geleistet.

 





Von Anfang an habe ich 2x pro Woche Physiotherapie erhalten, die Therapie beinhaltet intensives, aktives Bewegungstraining, um Alltagsbewegungen wiederzuerlangen und zu erhalten. D.h. für mich: lch kann wieder fast normal gehen, habe keine Angst oder starke Schweißausbrüche mehr und die Zuckungen in den Beinen sind auch weg.

Seit Anfang 2016 mache ich zusätzlich zur Physiotherapie 4x pro Woche Sport, d.h. etwa 15 Minuten Kraftsport an Geräten sowie Beweglichkeits- und Muskellängentraining im Flexx-Parcours. Außerdem mache ich zusätzliche Übungen zur Verbesserung von Beweglichkeit, Koordination und zur Sturzprophylaxe, die zuvor in der physiotherapeutischen Einzeltherapie eingeübt wurden.

Fazit: Bis heute brauche ich keine Medikamente. Habe ich jedoch mal keine Lust auf Sport, ist das Resultat nach vier Tagen da, ich kann wieder schlechter gehen und die Muskeln werden knüppelhart.



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