SPS Selbsthilfe 
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Kurzbeschreibung

Das Stiff-Person-Syndrom (SPS)/ Stiff-Man-Syndrom (SMS) ist eine auto­immun-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems und der endokrinen Drüsen. Es ist klinisch charakterisiert durch eine massive rigide Steigerung des Muskeltonus und schmerzhaft einschießende Spasmen (diagnostische Kernkriterien). Häufige fakultative Symptome sind Gangstörung mit Gangblockaden und Stürzen, Skelettdeformie­rungen (vor allem fixierte Hyperlordose), episodische adrenerge autonome Dysregulation, gesteigerte Schreckhaftigkeit und agoraphobische Angststörungen. Die Muskeldehnungsreflexe können gesteigert sein. Weitere neurologische Symptome fehlen. Eine Beschränkung der Hauptsymptome auf eine Gliedmaße (Stiff-Limb-Syndrom, SLS) kommt als "Minusvariante" vor.



Eine umfassende Darstellung des Stiff-Person-Syndroms mit seinen Varianten und 130 Quellen finden Sie  → hier
 


Bei der "Plusvariante" des SPS (progressive Enzephalomyelitis mit Rigidität und Myoklonien, PERM) treten (gele­gentlich flüchtige) neurologische Symptome hinzu (z. B. Augenbe­we­gungsstörungen, epileptische Anfälle, Pyramidenbahnzeichen, Ataxie, Paresen).

Quelle: Leitlinie "Stiff-Man-Syndrom (Synonym: Stiff-Person-Syndrome)" der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in geringfügig veränderter Form (http://www.dgn.org/leitlinien/2410-ll-70 2012-stiff-man-syndrom-synonym-stiff-person-syndrom) (30.7.2016)